Zwar stecken sie bei den eisigen Temperaturen meist in ihren warmen Handschuhen, doch spätestens beim nächsten Händeschütteln werden sie unbarmherzig in den Mittelpunkt geschubst: Unsere Fingernägel. Gerade Frauen haben im Winter mit ihren Nägeln Probleme: Sie splittern, sind trocken oder haben unschöne Rillen. Doch wer ein wenig Zeit investiert und ein paar kleine Tipps beachtet, der muss seine Nägel nicht länger in Handschuhen verstecken.

So schneidet Ihr richtig

Und hier liegt schon der Fehler. Bevor Ihr zur Nagelschere greift: Knipst oder feilt lieber! Denn das Schneiden kann später zum Einreißen oder Splittern der Nägel führen. Wenn ihr feilen möchtet, ist eine Sandblatt- oder Glasfeile optimal. Beim Kürzen könnt Ihr natürlich eine gröbere Feile nehmen. Die Form korrigiert Ihr anschließend mit einer feinkörnigen Feile. Zum Polieren und Glätten eignet sich die Feile von Deborah Lippmann.

Nagelhautpflege

Man kann machen was man will: Immer wieder wächst die Nagelhaut in den Nagel hinein. Um das zu verhindern, sollte man die Nagelhaut keinesfalls abschneiden. Das sieht unschön aus und Ihr könnt Euch außerdem verletzen. Im Handel gibt es Nagelhautschieber, mit denen Ihr die Nagelhaut sanft zurückschieben könnt. Geht schnell, klappt super!

Typische Nagelprobleme

Einfach unfair: Nicht alle Frauen sind von Natur aus mit kräftigen, schönen und lang wachsenden Nägeln gesegnet. Die meisten haben mit typischen Problemen zu kämpfen, die sich aber mit intensiverer Pflege gut in den Griff bekommen lassen. Bei unschönen Verfärbungen – wie sie durch Zigarettenkonsum oder den Einsatz von aggressiven Reinigungsmitteln entstehen – können schon einfache Hausmittel helfen: Reibt Eure Nägel mit Zitronensaft ein oder bürstet sie mit einer Zahnbürste und granulathaltiger Zahnpasta. Auch Essigwasser – ein paar Millimeter aufgelöst in 200 ml Wasser – kann helfen. Dafür solltet Ihr die Nägel 10 Minuten in das Essigwasser eintauchen. Übrigens gibt es auch spezielle Nagellacke (so genannte Nagelweißer), die den Nagel optisch aufhellen und Verfärbungen abdecken. Bei Rillen solltet Ihr einmal Euren Wasserhaushalt überprüfen. Manchmal entstehen die feinen Längsrillen nämlich schlicht und einfach durch Wassermangel. Außerdem gilt, dass die Häufigkeit der Rillen mit dem Alter zunimmt. Spezielle Rillenfüller können den Effekt vermindern. Auch feine Polierfeilen machen den Nagel ebener und geben ihm Glanz zurück.

Um weiche Nägel zu stärken, könnt Ihr einen Nagelhärter auftragen. Am besten allerdings nur am vorderen Bereich der Nägel, damit der nachwachsende Teil elastisch und weich bleibt.

Bloß nicht vergessen!

Wenn Eure Nägel sich plötzlich verändern und sich der Zustand auch durch intensive Pflege nicht bessert, solltet Ihr zur Vorsicht einen Arzt zu Rate ziehen. Manchmal können schon ganz geringe Mangelerscheinungen im Körper dafür verantwortlich sein. Bitte achtet auch darauf, Eure Nägel regelmäßig mit einem speziellen Nagelöl zu pflegen. Und bitte auch die Handcreme nicht vergessen. Das hält Eure Hände gerade im Winter geschmeidig und zart. Weitere Tipps zu den Themen Lackieren, Farben und Formen folgen im nächsten Blog!

Fröhliches Feilen,

Eure Jenny

 Foto: Istockphoto

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