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Ein Zitat des Autors Dieter Uecker besagt: „Ein freundliches Lächeln ist eine Weide für die Augen und Balsam für die Seele.“ Aber was macht eigentlich ein schönes, also freundliches Lächeln aus? Der Mund – oder doch eher die Zähne? Gerade Zähne? Vielleicht besonders weiße Zähne, so wie die von Nadja abd el Farrag? Oder doch eher eine sympathische Zahnlücke wie bei Madonna? Fakt ist: gepflegte Zähne und ein gesundes Zahnfleisch machen schon sehr viel aus. Und laut der Definition der „Deutschen Gesellschaft für ästhetische Zahnheilkunde“ sind schöne Zähne kein (meist künstlicher) knallweißer Lattenzaun, sondern natürlich weiß. Und eine Studie des Londoner King’s College ergab: Je weißer die Zähne, desto beliebter, intelligenter, kompetenter und glaubwürdiger wirkt ein Mensch auf seinen Gegenüber. Pünktlich zum Tag der Zahngesundheit am 25. September haben wir deshalb für euch die besten Tipps und Tricks gesammelt, wie auch ihr eure Zähne zum Strahlen bringt.

Gepflegte Zähne sehen nicht nur schön aus – sie sind auch essentiell für unsere Gesundheit. Wer nicht täglich schrubbt und dazu noch Angst vor Zahnarzt hat, riskiert neben Karies, Mundgeruch, Zahnstein und Zahnfleischentzündungen auch ernsthafte Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen, Arterienverkalkungen und sogar Herzleiden! Eine richtige und vor allem regelmäßige Zahnpflege ist das A und O unserer Gesundheit. Am besten zwei Mal täglich Zähne putzen, das wissen die meisten von uns. Was viele aber nicht wissen: eine gute (Zahn-)Gesundheit fängt schon in unserer frühesten Kindheit an. Denn auch wenn die Milchzähne nur vorübergehend bleiben – wir legen hier den Grundstein für unser späteres Leben. Bereits im Kindesalter erlernen wir die richtige Putztechnik und die tägliche Routine – genau wie die eventuelle, spätere Angst vor dem Zahnarzt. Deshalb sollte man schon von klein auf die richtige Mund-Hygiene-Regeln beachten: regelmäßiges Putzen gepaart mit ebenso regelmäßigen Zahnarztbesuchen.

Die richtige Ernährung

Nicht nur (zu viel) Süßkram sorgt für Karies und gelbliche Färbungen, sondern auch natürliche Lebensmittel wie Tee oder Rotwein. Und auch gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse können unsere Zähne schädigen. Genau wie Saft, Kaffee, Backpulver, Salz und Zucker enthalten sie nämlich Säure. Und diese löst – zusammen mit (eingeatmetem) aktivem Sauerstoff – unseren Zahnschmelz auf. Gepaart mit schädlichen Ablagerungen wie Nikotin, lässt all das unsere Zähne schneller altern und gelber erscheinen. Besser für unsere Zähne sind helle Lebensmittel wie Wasser, Milchprodukte – die ganz nebenbei übrigens noch ein wichtiger Kalzium-Lieferant sind – sowie Nudeln, Reis und Kartoffeln. Wir können also schon bei der täglichen Ernährung den ersten Schritt zu einem schönen Lächeln machen.

Die korrekte Putztechnik

Regelmäßig putzen lautet die Devise. Aus der Werbung kennt man den Slogan „Nach dem Essen Zähne putzen nicht vergessen“. Nach jeder Mahlzeit wäre tatsächlich aber ein wenig übertrieben. Dafür gibt es schließlich auch den Zahnpflegekaugummi aus besagter Werbung. Öfter putzen ist nicht nur unnötig, sondern unter Umständen auch kontraproduktiv. Denn wer zehn Mal täglich seine Zähne putzt, schrubbt auch den Zahnschmelz ab – und schädigt sein Gebiss nachhaltig. Aber morgens nach dem Aufstehen, oder gerne auch nach dem ersten Kaffee, und abends vor dem Schlafengehen ist Zähne putzen Pflicht. Ob per Hand oder elektrisch ist dabei fast egal. Wie bei allen Pflegeprodukten gibt es auch bei Zahnbürsten für jeden Typ das passende Utensil. Ob hart oder weich, mit Schwingkopf oder Zwischenraumreiniger, für weiße oder empfindliche Zähne – die Auswahl an Zahnbürsten ist riesig bis unübersichtlich. Bei klassischen Handzahnbürsten sollte zu einem Modell mit weichen oder mittelharten, zumindest aber abgerundeten Borsten gegriffen werden. Harte Borsten putzen zwar intensiver, allerdings verletzt man damit auch leichter das Zahnfleisch. Ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, sind Bürsten mit Naturborsten: ihre Enden sind scharfkantig und brechen leichter ab.

Hat man erst einmal das passende Produkt für sich gefunden, fehlt eigentlich nur noch die richtige Technik. Zahnärzte empfehlen, etwa drei Minuten lang und ohne allzu großen Druck jeden einzelnen Zahn zu bürsten. Die kreisende Technik ist dabei nicht mehr up to date, heute empfehlen Zahnärzte eher die Fegetechnik. Dabei setzt man die Bürste im 45 Grad-Winkel am Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn – also von rot nach weiß – an und fegt die Zahnbeläge quasi weg. Das klingt in der Tat leichter, als es ist, zahlt sich am Ende aber tatsächlich aus. Und für die Bequemen unter gibt es ja zum Glück ja doch eine elektrische oder sogar Schallzahnbürste mit eingebauter Uhr. Generell gilt aber auch Folgendes: zuerst werden die Kauflächen gebürstet, dann die Außenflächen und schließlich die Innenflächen der Zähne. Nach dem Putzen gründlich spülen nicht vergessen. Das betrifft sowohl den Mund, als auch die Zahnbürste an sich. So vermeidet man, dass sich Bakterien ansiedeln. A apropos Bakterien: Die Zahnbürste sollte auch bei regelmäßiger, gründlicher Reinigung alle zwei bis drei Monate ausgetauscht werden. Das gilt genauso für die Köpfe der elektrischen Zahnbürsten.

Das passende Zubehör

Auch die Produktpalette an Zahncreme und Mundspülung scheint endlos. Was wirklich zählt, sind die Inhaltsstoffe. Die meisten Zahnpasten enthalten Fluoride für die Kariesprophylaxe. Wichtig ist außerdem, dass die Creme sogenannte Putzkörper enthält, die Plaque und Bakterien vom Zahn entfernen. Zusätze mit antibakterieller Wirkung sind gut, weil sie Zahnfleischentzündungen vorbeugen. Produkte, die weißere Zähne versprechen, sind eher problematisch. Sie enthalten oft scharfe Schleifmittel, die den Zahnschmelz unnötig schädigen. Vor allem Menschen mit empfindlichen Zähnen oder erblich bedingten dünnen Zahnschmelz sollte auf derartige Zahncremes verzichten.

Ein anderes Problem: Für Viele ist nach dem Zähne bürsten Schluss. Einige greifen noch zu Mundwasser oder -spülung – aber Mundduschen, Zahnseide und Interdentalbürsten gehören leider noch immer für die Wenigstens zur täglichen Pflege-Routine. Doch selbst die beste Zahnbürste erreicht nicht alle Stellen im Mund. Dabei sammeln sich vor allem zwischen unseren Zähnen viele Speisereste an, die schädliche Bakterien enthalten. Wer unter Zahnfleischbluten und Parodontose leidet, sollte deshalb nicht darauf verzichten. Vor allem Mundspülung mit Chlorhexidin kann helfen, Zahnfleischentzündungen vorzubeugen.

Professionelle Zahnreinigung

Auch wer regelmäßig putzt und spült – Vorbeugen ist bekanntlich besser als Nachsorge. Die professionelle Zahnreinigung ist quasi der Frühjahrputz für unsere Zähne und unerlässlich für die Erhaltung unserer Zahngesundheit. Darum sollte jede(r) von uns ein bis zwei Mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung beim Fachmann durchführen lassen. So werden auch hartnäckige und versteckte weiche und mineralisierte Plaqustellen oder schwer zu erreichende Ecken gründlich gereinigt. Selbst dem störenden Zahnstein geht es dabei an den Kragen. Und (fast) nichts fühlt sich so gut an, wie mit der Zunge über frisch, professionell gereinigte Zähne zu fahren.

Bleaching beim Profi

Der Farbton unserer Zähne ist genetisch festgelegt. Meistens fällt er zwar hell, aber nicht unbedingt strahlend weiß aus. Hinzu kommt: Im Laufe des Alters nehmen die Verfärbungen immer weiter zu. Hartnäckige Flecken – durch Kaffee, Tee, Tabak oder Rotwein beispielsweise – lässt man am besten vom Profi entfernen. Natürlich gibt es auch Homebleaching-Methoden. Die Anwendung ist aber eine ziemlich schmierige Angelegenheit und die Ergebnisse meist nur so lala. Auch auf Hausmittel und Tipps aus dem Internet, wie Salz, Backpulver oder Zitronensaft sollte man dringend verzichten. Die in diesen Mitteln enthaltenen Stoffe reizen nicht nur den Mundraum, sondern schädigen auch den Zahnschmelz. Dann doch besser ab zum Profi.

Zahnärzte bieten meist zwei verschiedene Methoden des sogenannten Bleachings an. Entweder in zwei bis vier Sitzungen, in denen die Zähne mit Hilfe von Wasserstoffperoxid und speziellen Schalllampen um drei bis vier Nuancen aufgehellt werden. Oder, die bedeutend schonendere Variante, mit Hilfe einer vorher perfekt angepassten und mit Gel gefüllten Kunststoffschiene, die etwa zwei Wochen lang nachts zu Hause getragen wird.  Je nach Putz- und Ernährungsverhalten hält der Aufhellungseffekt drei bis fünf Jahre an. Nicht zu unterschätzen ist allerdings, dass der Zahnschmelz in Mitleidenschaft gezogen wird.

Sogenannte Tooth Conditioner können den Zahnschmelz härten und vor erneuten Angriffen schützen. Die Pflegecreme sorgt für eine konzentrierte Mineralversorgung der Zähne und hat durch ihre Inhaltssoffe einen aufhellenden Effekt. Einfach nach dem Zähneputzen mit einem Wattestäbchen oder dem Finger auf die Zähne auftragen und fertig.