Wie oft kommt Euch beim Thema Schönheit und Pflege direkt ein Tipp aus der Großmütter-Generation in den Kopf? Mir so ziemlich jedes Mal! Bei einem Pickelchen hilft Zahnpasta und bei sprödem Haar kann man garantiert mit 100 Bürstenstrichen Abhilfe schaffen. Nun ja, ob das wirklich stimmt? Ich bin der Sache einfach mal ganz wissenschaftlich auf den Grund gegangen und habe mir die fünf größten Schönheits-Mythen vorgenommen:

körperCellulitis: Je dünner desto besser?

Kurz und knapp: Stimmt nicht! Die Bildung von Cellulitis hat nichts mit dem Körperumfang zu tun. Die Ursache für die unschöne Orangenhaut liegt in der eher schwachen Struktur des weiblichen Bindegewebes und ist somit häufig erblich bedingt. Wer sein Bindegewebe strafft, sich fit hält und viel Vitamin C zu sich nimmt, der kann sicherlich einiges bei Cellulitis erreichen – komplett weg kriegt man die lästigen Dellen aber nicht. Zwar ist das Gewicht bei der Bildung von Cellulitis nicht entscheidend, bei praller gefüllten Fettzellen tritt der Orangehaut-Effekt aber meist deutlicher hervor. Ein paar Pfunde zu verliere, schadet also nicht! Und helfen kann vielleicht auch das hier!

Je öfter man schneidet, desto länger die Haare

Sagen wir mal so: Würde das stimmen, würde ich bei jeder Beinrasur die Krise kriegen und mir eine Heckenschere zulegen. Nein, Haare wachsen genetisch bedingt ungefähr einen bis maximal zwei Zentimeter im Monat und etwa 0,3 Millimeter am Tag – unabhängig davon, wie oft Ihr Euren Friseur an Eure Haarpracht lasst. Das gilt für das Kopfhaar ebenso wie für die Beine und die Achseln. Für jeden, der sich eine lange Mähne wünscht: Wer seine Haare regelmäßig schneidet, hat gesündere Spitzen und die Frisur sieht fülliger aus. Und mit gesunden Spitzen wächst das Haar dann auch gesünder nach! Immerhin…

Zahnpasta ätzt Pickel weg

Wer von Euch ist schon einmal mit einer Messerspitze Zahnpasta im Gesicht durch die Wohnung gelaufen und vor Brennen fast verrückt geworden? Ich zähle zu der Sorte Frauen, die diesen Oma-Tipp schon mal verfolgt hat und bitter enttäuscht wurde. Die Wissenschaft gibt uns nun recht: Zahnpasta gehört auf die Zähne, nicht ins Gesicht! Zahncreme trocknet die Haut- und damit auch die Entzündung – zwar leicht aus, Fluoride und andere Inhaltsstoffe können aber für Hautirritationen sorgen. Gerade dann, wenn die Wunde sogar offen ist, macht es Zahnpasta meist nur schlimmer. Lieber ein beruhigendes Gel auftupfen und wacker abwarten. Sieht übrigens auch besser aus!

iStock_000010812924XSmall100 Bürstenstriche für glänzendes Haar

Wäre das so einfach, gäbe es wohl tausende von Haarpflegeprodukten weniger auf dem Markt. Trotzdem: Was für eine Kopfmassage gut ist, hilft dem Haar in gewisser Weise auch.  Denn durch das Bürsten wird das Fett auf der Kopfhaut gleichmäßig bis in die Spitzen verteilt. Das schützt das Haar sogar. Bürsten ist sowieso eine gute Sache, denn es regt die Durchblutung der Kopfhaut an. Bitte aber auf eine gute Bürste achten, die das Haar nicht aufraut.

Heißes Baden schadet der Haut

Tja, so gut es uns um diese Jahreszeit auch tut: Baden ist nicht gerade gesund für die Haut. Nicht umsonst badet man Babys nicht mehr – wie früher – jeden Tag, sondern nur noch einmal in der Woche. Denn das Baden trocknet die Haut stark aus. Anschließend kann sie jucken und spannen. Dagegen hilft die Verwendung eines pflegenden Badeöls; außerdem solltet Ihr Euch nach dem Badevergnügen mit einer reichhaltigen Feuchtigkeitscreme pflegen. Übrigens: Je kürzer das Bad, desto besser. 10 bis maximal 20 Minuten reichen völlig aus, um eine kurze Entspannung zu genießen!

Mein Tipp für besondere Momente: Schaut doch mal bei uns im Heike Ackermann Beautystore in Mainz vorbei. Hier findet ihr in unserer Beautylounge bestimmt die passende Kosmetikbehandlung für Gesicht & Körper.

Liebe Grüsse,

Jenny

Fotos: Istockphoto