Bei Rasurbrand gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Dieses lästige Problem kennt wohl jeder Mann: Die Rasur ist gerade beendet und statt weicher und glatter Haut bleibt etwas ganz anderes zurück, natürlich ungewollt: Rötungen und Pickelchen machen es sich im Gesicht bequem. Besonders am Hals setzen diese juckenden Plagegeister sich gern fest. Diagnose: Rasurbrand. Gerade Männer, die eine traditionelle Nassrasur durchführen oder einfach nur empfindliche Haut haben, sind von diesem nervigen Phänomen betroffen. Und ist er einmal aufgetaucht, verlässt der ungebetene Gast das Gesicht meist für einige Tage erstmal nicht mehr. Wie versteckt man den Rasurbrand am besten? Jetzt im Winter ist man mit einem Schal gut getarnt, aber die perfekte Lösung ist das auch nicht. Man braucht die richtigen Herrenpflege Geheimtipps, um gegen Rasurbrand vorzugehen und ihm ein für alle mal den Garaus zu machen. Zur Vorbeugung von Rasurbrand sind ein paar technische Tipps für die richtige Nassrasur hilfreich. Produktempfehlungen und Rasurtipps für Anfänger und Fortgeschrittene haben wir hier im Blogbeitrag zusammengestellt. Damit der Rasurbrand sich ab jetzt vor eurem Gesicht in Acht nimmt.

Die Rasur beginnt nicht erst mit dem ersten Zug der Rasierklinge über die Haut. Schon vor der Rasur beginnen die ersten Vermeidungsstrategien für Rasurbrand. Hier kann man einige hillfreiche Tricks zurate ziehen. Aber Achtung: Eine Nassrasur ist natürlich eine sehr persönliche Angelegenheit, es gibt kein Allheilmittel, das für jeden hilft und so mancher Trick muss vielleicht bei dem einen oder anderen etwas modifiziert werden, um zum Erfolg zu führen. Letztlich ist auch hier Geduld das Schlüsselwort. Im Laufe der Zeit wird jeder Rasur-geübte Mann seine eigenen Kniffe entwickelt haben und wissen, welche Tricks bei ihm am besten gegen Rasurbrand helfen.

Im Allgemeinen sollte Mann darauf achten, regelmäßig zum Rasierer zu greifen. Viel zu trinken kann ebenso nicht schaden. Außerdem: Nicht gegen den Strich – also entgegen der Wuchsrichtung der Haare – rasieren. Gründlicher und auch schonender wird die Rasur, wenn die zu rasierende Hautpartie immer zwischen zwei Fingern glatt gestrichen wird. Startpunkt der Rasur ist in der Regel der Hals. Behutsames Vorgehen ist der Schlüssel zur sanften Rasur ohne Irritationen und Rötungen. Um Reaktionen der Haut zu vermeiden, sollte die Klinge nach jedem Zug gut ausgespült und von Schaum- und Haarresten befreit werden. Nur so gleitet sie beim nächsten Zug wieder genauso sanft über die Haut.

Aherr-von-eden-rasiersets und Os der Herrenpflege

Damit die Haut optimal für die Rasur vorbereitet ist, sind einige regelmäßige Basics in Sachen Hautpflege dringend empfehlenswert. Eine milde Reinigung, die die Haut nicht austrocknet, einmal die Woche ein
Peeling – an einem Tag, an dem nicht rasiert wird, sonst kann die Haut gereizt reagieren –, eine ausreichend nahrhafte Feuchtigkeitspflege und eine ab und zu durchgeführte Gesichtsmaske statten die Haut mit dem nötigen Rüstzeug aus, um eine Rasur schadenfrei zu überstehen. Bevor es mit der Rasur losgeht, ist eine klärende Reinigung der Gesichtshaut nicht verkehrt, sie befreit die Haut von Schmutz und Talg und beginnt, die Barthaare leicht „anzuweichen“.

Unser Tipp: Eine heiße Dusche (oder ein Bad) vor der Rasur verstärkt diesen Effekt noch. Wenn es schneller gehen soll, kann Mann auch einen warmen Waschlappen aufs Gesicht legen. So werden Haut und Haar schonend auf die Rasur vorbereitet.

Scharf, schärfer, Rasierklingen

Ein wichtiger Schritt beim Vorbeugen von Rasurbrand ist es, sicherzustellen, dass die Rasierklingen wirklich, wirklich scharf sind. Je stumpfer die Klinge, desto fester muss man aufdrücken, um ein gründliches Rasurergebnis zu erzielen oder ein zweites Mal über die eben rasierte Stelle rasieren. Und damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, Rasurbrand auf den Plan zu rufen.

Weich in den Knien? Eher weich um den Bart!

Ein wichtiger Punkt in Sachen Rasierpflege ist die Auswahl des richtigen „Gleitmittels“ bzw. „Weichmachers“ für die Barthaare, wenn man so will. Ein hochwertiges Rasurprodukt hilft natürlich auch dabei, Rasurbrand zu vermeiden. Die Auswahl ist mittlerweile groß, sodass der Überblick mitunter schwer fallen kann. Um etwas Klarheit zu schaffen, folgt hier eine kleine Übersicht über die gängigen Optionen der Rasurhelfer. Bevor man sich hier entscheidet, sollte man sich über den eigenen Hauttyp bewusst sein: Trockene Haut hat andere Bedürfnisse als Fettige Haut und besonders empfindliche Haut erfordert auch eine spezielle Pflege.

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Rasierseife

Rasierseife ist vielleicht der Klassiker schlechthin, wenn es um traditionelle Rasierartikel für Herren geht. Sie werden für gewöhnlich in einem Tiegel abgepackt, in dem sie per Hand mit dem Rasierpinsel aufgeschäumt werden müssen. Mit diesem wird der Schaum dann auch gleich ins Gesicht befördert. Durch die kreisende Bewegung des Rasierpinsels wird gleich die Gesichtshaut etwas massiert und die Barthaare aufgestellt. Nachteile hier sind natürlich die vielen Minuten, die dabei vergehen. Denn die Rasierseife-Methode ist schon recht zeitaufwändig. Aber dafür zelebriert sie das Ritual der Nassrasur auch als traditionelle Zeremonie. Und der feine Schaum der Seife weicht die Haare gut ein. Wir empfehlen: Rasierseife von Klar, ein wahrer Klassiker.

Rasiercreme

Ähnlich im Aufschäumen verhält sich die Rasiercreme. Auch sie wird per Pinsel in einer Schale zum Aufschäumen gebracht. Sie kommt allerdings aus der Tube. Auch sie zählt sich zu den klassischen Rasierprodukten. Obwohl langwierig, bringt sie dafür den Vorteil mit, dass der Bart auch wirklich gründlich aufgeweicht wird. Das Urteil zum Schaum: Die Konsistenz des Schaumes, der aus der Rasiercreme hervorgeht ist fester, sahneartiger als bei der Rasierseife. Die Konsistenz des daraus resultierenden Schaumes ist fester und sahniger als die der Seife. Ein Must-have: Die kultigen Rasiercremes von Musgo Real.

Rasierschaum

Rasierschaum ist eine moderne Erfindung. Hier kommt der Schaum schon fertig aus der Dose und es kann direkt losgehen mit der Rasur. Das ist praktisch und spart Zeit. Der fluffige Schaum ist sofort starktlar. Hier muss aber unbedingt beachtet werden, dass der Schaum etwas Einwirkzeit braucht. Denn allzu schnell darf es doch nicht gehen, kann man das „Weichwerden“ der Barthaare doch bisher noch mit keinem Produkt beschleunigen. Praktischer Vorrat: Die großen Rasierschaum-Dosen von Pro Raso.

Rasiergel

Rasiergel ähnelt seinem modernen Bruder Rasierschaum. Das Gel aus der Tube wird auf dem Gesicht schnell zu Schaum. Der Unterschied liegt in der Beschaffenheit des Schaumes. Der des Rasiergels ist feinporiger und weniger „schaumig“, wenn man so will.

Rasieröl

Zu guter letzt noch einen überhaupt nicht schäumenden Kandidaten. Das Rasieröl ist besonders für trockene und sensible Haut geeignet. Es schont die Haut, ist ergiebig und praktisch. Mit dem Öl gleitet die Klinge übers Gesicht wie ein Profi-Eiskunstläufer übers Eis. Mühelos und geschmeidig. Nachteil ist hier die etwas umständliche Reinigung der Rasierklinge, da sich das Öl nicht so einfach mit fließendem Wasser beseitigen lässt wie Rasieröl. Ein stylischer Begleiter ist zum Beispiel das Rasieröl von Mr. Natty.

… und nach der Rasur?

Striptease. Alles runter von der Haut. Reste von Schaum oder Öl müssen abgewaschen werden, um die Haut beruhigen zu  können. Kaltes Wasser kühlt die Haut und schließt die Poren. Beim Abtrocknen gilt: Tupfen statt Rubbeln. Der krönende Abschluss ist ein After Shave – entweder ganz klassisch oder als After Shave Gel oder After Shave Creme. Auch ein Rasurbalsam kann die Haut beruhigen. Ein After Shave Produkt mit pflegenden und hautberuhigenden Eigenschaften ist essentiell in der Vorbeugung von Rasurbrand.

Möge glatte Haut mit euch sein!

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Tipps kann sich natürlich trotzdem ein Rasurbrand hier oder da einschleichen. Folgt man diesen Tipps und geht behutsam vor, lässt sich das Risiko, nach der Rasur mit einem Rasurbrand dazustehen, allerdings um einiges reduzieren.

Ich drücke die Daumen im Kampf gegen Rasurbrand.

Eure Karolin