©Susanne Kaufmann

Sie gehört zu fast jedem Wellnesskonzept dazu: Die Massagebehandlung. Keine Frage, eine Massage tut einfach gut. Das Gefühl nach einer professionellen Massage ist wunderbar entspannend. Die Muskeln sind entkrampft und wir fühlen uns deutlich ausgeglichener und aufgelockert. Doch damit nicht genug: Massagen bieten zahlreiche weitere positive Vorteile für Geist und Körper. Wir erklären euch, welche das sind.

Für viele ist sie der pure Luxus: Eine Massage scheint ein besonderes Bonmot, etwas, das man sich gönnt. Keine Selbstverständlichkeit also. Dabei ist eine Massage nicht nur ein Ausdruck einer Wohlstandsgesellschaft, ein Anzeichen von Überfluss und Komfort. Vielmehr ist eine professionelle Massage eine Methode zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden.

Drücken, kneten oder klopfen – schon seit Urzeiten wissen die Menschen, dass eine Massage der Gesundheit förderlich ist. Schon die alten Chinesen, Griechen und Römer wussten um die heilenden Eigenschaften der Massage. So befand der berühmte griechische Arzt Hippokrates, dass jeder Arzt die Kunst der Massage beherrschen müsse. Das verwundert nicht wirklich. Jeder, der bei Schmerzen unbewusst die Hand auf die entsprechende Stelle legt, weiß um die lindernde Wirkung des Handauflegens. Eine schmerzende Stelle zu kneten, zu streichen oder zu drücken, bringt meist eine Beruhigung oder Entspannung. Kein Wunder also, dass auch in unserer modernen Zeit die Massage boomt. Thai-Massage, Ayurveda-Massage oder Hot Stone-Massage? Jeder hat schon einmal von einer dieser Massagearten gehört. Physiotherapeuten bieten neben solch „exotischen“ Massageformen solide Techniken an. Andere Heilkundige kombinieren die Massage mit Klängen oder Düften. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Doch steht in jedem Fall fest: Egal welche Form der Massage – sie tut Körper und Geist immer gut.

Hand auflegen – eine Heilmethode mit vielen Vorteilen

Wir wissen – eine Massage entspannt verkrampfte Muskeln. Aber hier enden die Vorteile bei Weitem nicht. Jeder, der schon einmal von kundigen und einfühlsamen Händen massiert worden ist, fühlt sich danach wohler. Ob das an dem Drücken und Kneten liegt oder einfach an der menschlichen Zuwendung, sei einmal beiseitegelegt. Fest steht, dass die positiven Effekte einer Massage vielfältig sind und sich nicht nur auf den Körper beziehen lassen. Obwohl nicht eindeutig medizinisch belegt, gibt es Anzeichen dafür, das Massagen neben der Entkrampfung von Muskeln auch die Durchblutung fördern und den Puls beruhigen. Darüber hinaus können sie Lymphflüssigkeit abbauen und uns so sehr beruhigen, dass sich sogar Ängste abbauen.

Der besondere Clou ist also, dass eine Massage nicht nur die direkt massierten Körperteile positiv beeinflusst, sondern ganzheitlich wirkt. Sie tut nicht nur den Muskeln gut, sondern dem gesamten Körper, dem Geist und der Seele. Das merkt man schon daran, dass man nach einer Massage deutlich weniger Stress empfindet.

Drei Vorteile – so helfen uns Massagen

Besserer Schlaf

Was genau sind nun die konkreten Vorteile einer Massage? Wer sich regelmäßig massieren lässt, kann sich unter anderem auf einen besseren Schlaf freuen. Die Faktoren, die unseren Schlaf oft beeinträchtigen sind Stress oder innere Unruhe. Durch spezielle Massagegriffe an Druckpunkten oder einfach nur durch das Massieren von verkrampften Nackenmuskeln finden wir schneller Entspannung. Das Einschlafen fällt danach direkt einfacher. Das wirkt übrigens auch bei Kindern Wunder. Um ihrem Baby zu helfen die Eindrücke vom Tag zu verarbeiten, kann die Mutter beispielsweise eine spezielle Babymassage durchführen. Das Baby schläft danach friedlicher ein – garantiert.

Der Zusammenhang zwischen verbessertem Schlaf und Massagen wurde in Studien noch nicht eindeutig bewiesen. Dennoch ist eine Massage in jedem Fall die bessere Alternative zu Medikamenten. Probiere also erst einmal regelmäßige Massagen aus und beobachte, wie dein Körper darauf reagiert, bevor du zu Medikamenten greifst.

Cellulite adé

Auch auf das Bindegewebe wirkt sich eine Massage vorteilhaft aus. Wer unter Cellulite leidet, kann mit der richtigen Massage die lästige Orangenhaut deutlich verringern. Die unschönen Dellen an Oberschenkeln oder Bauch entstehen nämlich durch ein zu schwaches Bindegewebe. Die richtige Massage führt zu einer besseren Durchblutung des Bindegewebes und kurbelt zusätzlich den Stoffwechsel an. Eine der gängigsten Methoden um eine bessere Durchblutung und einen besseren Stoffwechsel zu erreichen, ist das Schröpfen. Bei der Schröpfmassage werden kleine Gläser über die Haut bewegt. Die Gläser saugen sich an bestimmten Punkten an der Haut fest und regen so die Durchblutung der Körperpartien an. Das ist nicht nur gegen Cellulite hilfreich, sondern lindert auch zahlreiche weitere Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen oder Verspannungen. Aber Achtung: Durch das Schröpfen entstehen runde Blutergüsse auf der Haut. Die Stellen sind also erstmal empfindlich und nicht so schön anzusehen. Das Schröpfen sollte deshalb definitiv beim Fachmann durchgeführt werden. Wem das auf Dauer zu teuer oder zu schmerzhaft ist, kann durch eigene Massagen gute Ergebnisse gegen Cellulite erzielen. Dazu musst du einfach mit einem Luffa-Schwamm oder einer weichen Bürste den Körper in kreisenden Bewegungen massieren. Solche eine Bindegewebsmassage regt die Durchblutung an und macht außerdem direkt wacher.

Weniger Rückenscherzen

Auch bei Rückenschmerzen werden oft Massagen verschrieben. Wer kennt es nicht? Die Schmerzen, die durch zu langes Sitzen oder Fehlhaltungen entstehen? Auch hier empfiehlt es sich vor dem Griff in den Medikamentenschrank eine Massagebehandlung auszuprobieren. Zwar sind nicht alle Ärzte von der Wirksamkeit überzeugt, aber in vielen Studien zeigte sich dennoch ein positiver Zusammenhang zwischen verringerten Rückenschmerzen und Massagen. Wichtig hierbei: eine umfassende Massagetherapie. Die Länge einer Massageeinheit und die gesamte Dauer der Therapie sind wesentlich für ein verringertes Schmerzempfinden.

Neben schönerer Haut, mehr Entspannung und weniger Schmerzen haben Massagen noch viele weitere Vorteile. Mit Massagen lässt sich das Risiko von Muskelkatern verringern. Deshalb haben Fußballteams auch immer eine stattliche Anzahl von Masseuren parat. Darüber hinaus verbessert eine Massage durch die verbesserte Durchblutung von Muskeln und Gewebe das Immunsystem. Die Verdauung wird angeregt und die Blutdruckwerte stabilisieren sich. Das überrascht nicht, denn wer weniger Stress empfindet, der senkt auch seinen Bluthochdruck. Zu guter Letzt fördert eine Massage mit dem Partner nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Romantik. Berührungen, die nicht auf Sex hinauslaufen, sondern einfach nur Nähe wecken, tun der Romantik und damit der Beziehung gut. Bei Massagen werden ohnehin Glückshormone ausgeschüttet. Führt dann auch noch der Partner die Massage durch, vervielfältigt sich das entspannende und wohltuende Gefühl! Das sind ziemlich viele gute Gründe, um direkt beim nächsten Massagesalon einen Termin zu buchen, oder nicht?