Und weiter geht es mit unserer losen Themenreihe, den Porträts großer Parfumeure und ihrer Düfte:

Heute präsentieren wir Ihnen eine der wichtigsten „Nasen“ des exklusiven französischen Parfumherstellers L’Artisan Parfumeur, Bertrand Duchaufour. Duchaufour begann seine Laufbahn 1985 im südfranzösischen Grasse, der berühmten Hauptstadt der Düfte. Hier arbeitete er für die Florasynth Gruppe, bevor er Düfte für L’Artisan Parfumeur zu entwickeln begann.

Bertrand Duchaufour hat einen ganz eigenen Zugang zum Thema Parfum, eine besondere Philosophie, die sich in seiner Liebe zu den Native Arts, der Kunst von Eingeborenen, widerspiegelt. Diese Kunst bleibt so anonym wie ihre Schöpfer, sie ist gewissermaßen das Erbe der gesamten Menschheit und für jedermann zugänglich. Auch Duchaufour glaubt an die Verbindung von Natur und Kunst und an die ständige Transformation alles Lebendigen. Nichts geht verloren im Kosmos, aber alles wandelt sich, so Duchaufour. Yin und Yang, das Zusammenspiel zweier gegensätzlicher Kräfte und ihr Aufeinander-Bezogensein, spielen eine große Rolle bei der Komposition seiner Parfums. So spielt er mit Kontrasten und kombiniert etwa tierische mit rein pflanzlichen Duftstoffen. Seine Düfte sind von großer elementarer Kraft und reflektieren unterschiedliche Aspekte der Natur und des Lebens auf diesem Planeten. Mit den Düften von Bertrand Duchaufour kann man um die Welt reisen.

Méchant Loup („Böser Wolf“), eine würzige, holzige Komposition, in deren Zentrum die Haselnuss steht, entführt in einen dichten Märchenwald europäischer Provinienz, während Piment Brûlant mit Kakao, Tonkabohne und Vanille die Welt der Azteken beschwört oder das blumige Fleur de Liane mit seinen exotischen Blumenaromen wie Frangipani oder Magnolie zu einer Reise nach Panama einlädt.

Foto: LÁrtisan Parfumeur