Wie gut ich das Gefühl kenne, vor dem Spiegel zu stehen und voller Verzweiflung die Haut makelloser erscheinen lassen zu wollen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, diesem Problem zu begegnen – und trotzdem habe ich die richtige immer noch nicht gefunden. Wie auch? Make-up überdeckt das Problem nur, antibiotische, aber auch natürliche Cremes helfen nur, solange man sie anwendet. Genauso ist es mit der Einnahme der Pille, die das Problem nach dem Absetzen sogar noch verschlimmert hat. Allzu häufig gibt es also nur eine vorübergehende Lösung oder sogar eine „Verschlimmbesserung“ und die Pickelchen und Pusteln sind dann immer noch oder sogar umso schlimmer wieder da. Auf der Suche nach einer nachhaltigen Lösung, die wirklich und dauerhaft hilft, bin ich nun über einen neuen Trend aus den USA gestolpert.

Nadeln im Gesicht gegen Hautprobleme – Kann das funktionieren?

Gesichts-Akupunktur. Nadeln im Gesicht gegen Hautprobleme? Ist das auch nur wieder so ein esoterischer Quatsch, der den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen soll? Muss ich daran glauben, damit es wirkt? Die tatsächliche Anwendung klingt zunächst ja gar nicht mal so schlecht: Akupunktur als Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin arbeitet mit der Lebensenergie des Körpers, dem Qi. Diese zirkuliert auf definierten Leitbahnen, den Meridianen und hat dadurch einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen. Wird dieser Energiefluss gestört, entstehen Krankheiten. Schwierigkeiten mit der Haut lassen sich häufig auf eine Art Vergiftung -diese kann psychisch oder physisch sein- zurückführen, die nun über die Haut ausgeschieden wird. Bei der Akupunktur wird nun mit sehr dünnen sterilen Nadeln in die Punkte gestochen, die auf den Meridianen liegen und das wiederum soll die Störung im Fluss des Qi beheben, also die Balance wiederherstellen, der Körper soll wieder in „Flow“ kommen.

Ich befürworte jegliche Möglichkeit, meinen Körper nicht mit Chemie vollzupumpen und verfolge sowohl beim Essen als auch medizinisch einen ganzheitlichen Ansatz, stehe dem Ganzen also erstmal eher positiv gegenüber, auch wenn ich mir immer noch nicht vorstellen kann wie ein paar Nadeln in meinem Gesicht meine Haut ebener werden lassen sollen. Ich informiere mich im Internet, suche mir eine seriös wirkende Praxis und mache einen Termin. Als ich dort ankomme, fühle ich mich direkt wohl. Ich habe das Gefühl, sicher und gut aufgehoben zu sein, was mir persönlich sehr wichtig ist, da ich mich sonst wohl kaum entspannen könnte. Ich fülle den Anamnesebogen aus – welche Erkrankungen bei mir bereits aufgetreten bzw. derzeit noch akut sind, sowohl psychisch als auch physisch, und was ich mir nun für meine Gesundheit wünsche und von der Behandlung erwarte. Auf meine Frage, wie genau das alles jetzt meiner Haut helfen soll, wird mir erklärt, dass durch die Akupunktur mein Blutfluss verbessert wird, wodurch Sauerstoff und Nährstoffe transportiert werden und das wiederum unterstützt die Eliminierung von Giftstoffen – all das kann meinem Teint zu einer Art Reinigung verhelfen.

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Schmerzvolle Behandlung oder entspannende Hilfe?

Im Behandlungszimmer angekommen, bette ich mich auf eine Liege. Langsam werde ich doch etwas nervös. Ich habe absolut keine Schmerztoleranz und will selbst vor dem Blutabnehmen am liebsten k.o. gehauen werden, damit ich nichts spüre. Umso mehr befürchte ich jetzt Schmerzen – immerhin werden da gleich Nadeln in meine Haut gestochen. Aber von wegen Schmerzen, ganz im Gegenteil! Ich spüre praktisch nichts. Die Nadeln sind dünner als ein Haar und dringen so schnell und wenig tief in die Haut ein, dass schmerzliche Empfindungen nahezu unmöglich sind. An manchen Punkten spüre ich zwar, dass da etwas passiert und in Bewegung gerät, regelrecht fließt, aber das ist eher eine Art Kitzeln, kein Schmerz. Die komplette Prozedur bekomme ich sowieso nicht mit, da ich noch während der Behandlung so sehr entspanne, dass ich wegdämmere und mich in einer Art entspannender Trance befinde; so muss das mit der Meditation wohl funktionieren, wenn man es richtig macht. Nach der 45-minütigen Sitzung bin ich wahnsinnig gespannt auf das Ergebnis. Noch lässt sich nicht unglaublich viel erkennen, ich spüre aber bereits eine körperliche Veränderung. Ich fühle mich als hätte ich endlich mal wieder seit Nächten richtig ordentlich durchgeschlafen, deutlich entspannter, ausgeruhter – einfach wohler in meiner Haut!

Jetzt geht’s zum Bezahlen. Hier werde ich doch noch mal kurz nervös. Ich erwarte eigentlich, beim Blick auf die Rechnung, den Schock meines Lebens zu bekommen -wissen wir doch alle, was normalerweise naturheilkundliche ganzheitliche Behandlungen so kosten-, doch auch hier werde ich erneut überrascht: ein Besuch bei der Nagelpflege hätte mich auch nicht wesentlich weniger gekostet. Und der hat nicht diesen dermaßen positiven und langanhaltenden Effekt, sondern wirkt lediglich äußerlich und oberflächlich.

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Nachhaltigkeit?

Die nächsten Tage sollten dann zeigen, wie nachhaltig das Ergebnis wirklich ist oder ob es doch nur eine Art Augenwischerei ist, die da betrieben wird. Aber zu meiner Freude zeigt sich durchaus eine Verbesserung meiner Haut. Ich warte darauf, dass sich erneut Pickel bilden, doch dies scheint nicht der Fall zu sein. Und nicht nur das! Auch die Hautstruktur hat sich positiv verändert, die Haut wirkt gestraffter und die Konturen verbessert. Die Muskulatur wirkt entspannter und die Durchblutung scheint tatsächlich angeregt und gesteigert worden zu sein.

Natürlich kann ich nach einer Sitzung kein perfektes Ergebnis erwarten, aber für das erste Mal kann sich das -auch nach einigen Tagen noch- durchaus sehen lassen. Die Haut ist ebener, fühlt sich besser an, es erscheinen kaum mehr neue Pickel und ich fühle mich insgesamt so viel energiegeladener und besser, dass sich die Sitzung auf jeden Fall gelohnt hat. Mein Körper ist wirklich wieder in „Flow“ gekommen, was für mich vor dem Termin kaum vorstellbar war. Kein Hautarzt, keine Creme und kein Medikament der Welt konnte das bisher leisten.

Ich habe mich bereits jetzt erkundigt, was ich tun muss, um einen dauerhaften Effekt zu erzielen und in der Regel werden etwa zehn Sitzungen im Zeitraum von drei Wochen angesetzt und dann etwa alle vier Wochen eine, sodass der Effekt etwa 3 bis 5 Jahre hält. Ich bin jetzt schon sicher: Das gönne ich mir und meiner Haut! Mein Energiefluss und mein Körper werden es mir danken und wer weiß, vielleicht schaffe ich es, bei regelmäßiger Wahrnehmung der Termine, in ein paar Jahren nicht nur pickel-, sondern auch faltenfrei und voller Energie zu sein. Und das auch noch dauerhaft!

Ich bin absolut begeistert und kann und werde das auf jeden Fall weiterempfehlen.

Liebe Grüße aus Mainz

Eure Lisa Schneider