Der Mensch teilt gerne ein. Klassifiziert. Steckt in Schubladen. Aber Obacht: Was sich gerade so negativ anhört, muss nicht zwangsläufig immer schlecht sein. Gerade die Klassifizierung von Düften kann helfen, den ganz persönlichen Lieblingsduft zu finden, ohne sich in der schier unendlichen Auswahl an Parfums zu verlieren. Doch wahrscheinlich gibt es genau so viele unterschiedliche Einteilungen wie Parfums selbst. Ein einheitlicher Standard existiert nicht. Wohl aber eine ungefähre Klassifizierung der Duftfamilien, die Ihr bei der Recherche immer wieder finden werdet. Deshalb hier meine kleine „Duftkunde“:

Zu den ältesten und bekanntesten Duftfamilien zählen sicherlich die blumigen Duftnoten, die als besonders feminin, romantisch und verspielt gelten. Essenzen aus Rosen, Flieder oder Jasmin spielen hier eine wichtige Rolle. Ebenfalls sehr beliebt sind fruchtige Duftnoten, die sehr modern wirken. Parfums aus der fruchtigen Duftfamilie versprühen eine sehr warme, gar süßliche Note. Zum Reinbeißen eben! Den fruchtigen Düften recht ähnlich sind Duftnoten aus der Familie der frischen und klaren Düfte (auch Aqua-Düfte genannt). Sie verleihen – wie der Name schon sagt – Frische und wirken sportlich-jung. Gerade im Sommer sind sie besonders beliebt. Parfum-Profis unterteilen hier auch gerne noch in die die Duftfamilie der Zitrusdüfte, deren Noten sehr leicht und spritzig wirken.An Wiesen und Gräser erinnern die grünen Düfte, die entsprechend kühl und natürlich wirken. Besonders elegant kommen holzige Düfte daher, die den herrlich markanten Geruch unterschiedlicher Hölzer versprühen. Sie werden häufig als warm empfunden und verleihen ihren Trägern einen ausgewogenen und vollen Wohlgeruch.

Würzige Düfte werden häufig von Männern getragen, die das Zusammenspiel verschiedener würziger Elemente und den intensiv-herben Geruch schätzen. Aber aufgepasst: Würzige Gerüche sind je nach Zusammensetzung recht auffällig! Wer das möchte, sollte mit dieser Duftnote nicht sparsam sein! Wer auffallen und gleichzeitig besonders sinnlich wirken möchte, der ist in der Duftfamilie „orientalisch-warm-sinnlich“ besonders gut aufgehoben. Hier haben warme und süßliche Duftnoten aus exotischen Gewürzen das Sagen. Eine spannende Reise in das Märchen von 1001 Nacht…

In aromatischen Düften spiegeln sich häufig Elemente aus den Duftfamilien „holzig-warm-opulent“, „zitrus-leicht-spritzig“ und „würzig“ wieder. Sie leben von einem intensiven Kräuterduft, der sehr markant daherkommt. Klar, dass aromatische Düfte häufig männliche Träger haben. Deutlich weiblicher sind hingegen Düfte aus der Familie „pudrig-weich-sanft“, deren Geruch häufig erst in der Basisnote entwickelt wird, wenn blumige und fruchtige Essenzen langsam verwirken. Sehr lang anhaltend und herrlich süß! Fougere-Düfte gelten als sehr zeitlos. Namentlich entspringen sie dem recht geruchsneutralen Farnkraut und werden durch den Zusatz von Essenzen aus Vetiver, Sandelholz oder Lavendel zu besonders stilvollen Duftnoten.

Bei meinduft.de findet sich auch die Duftfamilie „Amber“. Der Geruch von Amber reicht von holzig-süß über orientalisch und warm bis hin zu tabakartig und erdig. Manch einer sagt sogar, Amber würde erotisierend wirken.

Welcher Typ verbirgt sich in Euch?

Alles Gute!

Eure Jenny

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Foto: Istockphoto