So legst du einen glänzenden Auftritt hin

Der Frühling meldet sich gerade samt hell strahlender Sonne und allerorts sprießender Krokusse und Narzissen aus dem Winterschlaf zurück und versichert uns, dass wir unsere warmen Mäntel und kuscheligen Stiefel nun endgültig in die Sommerpause verabschieden dürfen. Mit der richtigen Frühlings-Maniküre heißen wir die neue Jahreszeit auch auf unseren Nägeln willkommen und setzen dabei noch ein eindrucksvolles Fashion-Statement. Die Trends für das Frühjahr halten wieder einige spannende Farben und Finishes für uns bereit. Doch nicht nur der Farbton macht die Musik: Neben einer Lieblingsfarbe für den perfekten Anstrich verlangen unsere Nägel und Hände auch nach ausreichender Pflege. Denn auf einem starken und gesunden Nagel strahlt unser neuer Lack-Favorit noch einmal doppelt so farbenfroh. Starte also mit gepflegten und stylischen Nägeln in den Frühling. Die wichtigsten Tipps und Tricks findest du hier aufgelistet.

Gönn’ deinen Fingernägeln erstmal eine Erfrischung

Bevor wir uns auf die neuen Trendfarben der Saison stürzen und unsere Nägel in traumhaften Tönen in Szene setzen, ist Instandhaltung angesagt. Nur mit einer fürsorglichen Pflege halten unsere Nägel uns die Treue und können sich auch sehen lassen, sollten sie einmal einen unlackierten Auftritt hinlegen müssen. Feuchtigkeitspflege ist dabei Trumpf. Regelmäßiges Eincremen mit deiner Lieblingshandcreme kommt auch den Nägeln zugute. Achte darauf, dass auch die Nagelhaut etwas Creme abbekommt, damit sie schön geschmeidig bleibt. Häufig ist die Handcreme jedoch nicht genug. Wer sich häufig die Nägel lackiert, kennt das Problem: Nagellackentferner und Co. greifen den Nagel an, lassen ihn trocken und spröde werden. Lackierjunkies und allen, die sich mit  trockener Haut herumärgern, sei daher die Verwendung eines Nagelöls ans Herz gelegt. Regelmäßiges Einölen gibt den Nägeln Feuchtigkeit zurück und stärkt die Nagelplatte. Ein reichhaltiges Öl hält die vom Austrocknen bedrohte Nagelhaut geschmeidig – jede, die schon einmal mit gerissener Nagelhaut zu tun hatte, wird eine elastische Nagelhaut sehr zu schätzen wissen! Häufig enthalten Nagelöle auch noch Vitamine, die zusätzlich den Nagel stärken und aufbauen helfen. Mein Tipp: Das Nagelöl vor dem Einschlafen sorgfältig in Nägel und Nagelhaut einmassieren, so kann es über Nacht richtig einziehen und wirken und muss sich nicht beim nächsten Händewaschen schon wieder von den Händen verabschieden. Diese einfache Routine wirkt Wunder, deine Nägel werden es dir sicher danken.

Vor dem Anstrich: Frühjahrsputz!

shutterstock_198908891Wenn wir uns um die Feuchtigkeitsversorgung gekümmert haben, können wir die Formgebung in Angriff nehmen. Sorgfältiges Feilen ist hier unerlässlich. Besonders empfehle ich Feilen aus Glas, sie schonen die Nägel und beugen lästigen Rissen und Splittern vor. Wer sehr dünne Nägel hat, sollte darauf achten, immer nur in eine Richtung zu feilen, um Einreißen zu vermeiden. Hier hilft es auch, vor dem Feilen eine dünne Schicht Nagelhärter oder Klarlack aufzutragen. Dieser zusätzliche Schutz bewahrt deine Nägel auf jeden Fall vor einem nervigen Splitter-Zwischenfall. Bei der Form der Nägel gibt es im Prinzip keine Vorschriften; was das Feilen angeht, hast du sozusagen “freie Hand”: rund, oval, spitz, eckig oder “squoval” – eine Form zwischen eckig (“square”) und oval. Probier einfach aus, was dir am besten gefällt, das “Arbeitsmaterial” wächst ja zum Glück nach! Hier kannst du auch ein bisschen schummeln: Sehr schmale Nägel wirken breiter, wenn sie eckig gefeilt sind und etwas breitere Nägel werden optisch “geschmälert”, indem sie in eine runde Form gefeilt werden.

Die Nagelhaut kannst du in deiner Nagelpflege-Routine mit einem Hufstäbchen vorsichtig zurückschieben, am besten ölst du sie dazu vorher ein, dann geht es leichter und deine Haut wird nicht verletzt. Achtung: Vom Schneiden der Nagelhaut ist auf jeden Fall abzuraten. Deine Nagelhaut bildet eine natürliche Barriere, die deine Nagelplatte vor eindringenden Keimen schützt und Infektionen am Nagelbett vorbeugt. Eine durch Verletzungen und Risse beschädigte Nagelhaut kann Keime und Bakterien nicht mehr zuverlässig abhalten. Ein sanftes Zurückschieben der Nagelhaut reicht daher völlig aus, um deine gefeilten Nägel fürs Lackieren auf Vordermann zu bringen.

Zwiebellook für die Nägel – Schicht für Schicht zur perfekten Maniküre

shutterstock_141779923Wenn du deinen Nagel gepflegt und in Form gebracht hast, steht dem Lackieren nichts mehr im Weg. Bevor du startest, achte darauf, dass die Nageloberfläche frei von Öl oder Fett ist. Sonst hältdie Maniküre nicht so lang auf deinen Nägeln durch, wie sie soll. Wichtig ist, dass du als erstes eine Schicht Unterlack aufträgst. Dieser Base Coat hat mehr als einen Vorteil: Er schützt deine Naturnagel vor Verfärbungen durch besonders dunkle und stark pigmentierte Lacke und sorgt außerdem dafür, dass deine Maniküre länger durchhält und nicht schon am nächsten Tag schlappmacht. Eventuelle Rillen und Unebenheiten auf dem Nagel werden auch noch ausgeglichen. Wenn dein Unterlack gut durchgetrocknet ist, kann es endlich losgehen: Deine Nägel warten schon auf ihren frischen Frühlingsanstrich! Schüttle das Lackfläschchen noch einmal vorsichtig, damit die Konsistenz stimmt und alle Bestandteile gut durchmischt sind. Ich verfolge immer die gleiche Lackierstrategie: Ich streiche auf einer Seite des Pinsels die Farbe ab und setze ihn dann kurz vor der Nagelhaut an, um in der Mitte des Nagels längs eine Linie aufzupinseln. Von dort aus kann ich die Farbe einfach mit gezielten Pinselstrichen zu den Seiten verteilen und die Lackierung so breit gestalten, wie ich möchte.

Hier kannst du auch wieder tricksen: Wenn du an den Seiten der Nägel jeweils einen kleinen Rand freilässt, wirken die Nägel insgesamt schmaler und länger. Andersrum wirken sie breiter, wenn du die gesamte Nagelfläche mit Farbe bepinselst. Arbeite unbedingt mit dünnen Schichten, so lässt sich die Farbe einfacher verteilen und trocknet schneller. Wenn die erste Farbschicht getrocknet ist, kannst du eine zweite Schicht auftragen. Mehr Schichten bedeuten zwar mehr Aufwand und mehr Trockenzeit, aber diese Investition lohnt sich, da deine Maniküre am Ende nicht nur intensiver strahlt, sondern auch länger hält. Bei dunkleren Tönen kann auch eine Schicht ausreichen, gerade hellere Lacke und weniger stark pigmentierte Farben, z. B. die immer angesagten Pastelltöne, wirken jedoch gesättigter, wenn sie in mehreren Schichten lackiert werden. Zu guter letzt versiegelst du deinen Anstrich noch mit einem Überlack deiner Wahl. Dieser schützt deine Maniküre und verleiht ihr einen tollen Glanz. Einen absoluten Hingucker zauberst du dir mit einem matten Topcoat auf die Nägel. Der Matt-Look ist nicht umsonst seit einiger Zeit absolut im Trend. Weil ich ungeduldig bin, greife ich am liebsten zu meinen schnelltrocknenden Überlack. Er trocknet ruck, zuck das Meisterwerk auf meinen Nägeln und meine Maniküre ist bereit für ihren Auftritt im Rampenlicht der warmen Frühlingssonne.

Ich hoffe, deine auch! Grüße aus Mainz

eure Karolin

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