Manche haben Glück. Die meisten jedoch nicht: Dehnungsstreifen zeigen sich bei fast jeder Schwangeren im letzten Schwangerschaftsdrittel. Die Folge: Rot-bläuliche Dehnungsstreifen an Bauch und Busen. Komplett verhindern kann man die Streifen kaum. Aber: Wer effektiv vorsorgt, kann sie zumindest deutlich reduzieren. Die Kosmetikindustrie bietet hierzu eine Vielzahl an Ölen und Cremes an. Doch worauf sollte man beim Kauf achten. Und helfen die teils teuren Mittel wirklich?

shutterstock_116131279In der Regel können mit Ölen und Cremes tatsächlich Erfolge erzielt werden. Dies gilt aber nur für eine konsequente und vor allem rechtzeitige Anwendung. Sind die Dehnungsstreifen nämlich erst einmal da, bleiben sie ein Leben lang. Für alle, die jetzt einen Schrecken bekommen haben: Die Sichtbarkeit nimmt immerhin deutlich ab. Im Laufe der Jahre verändert sich die stark sichtbare rote Zeichnung hin zu dünneren, silbrig wirkenden Linien, die deutlich weniger stark wahrgenommen werden.

Je straffer, desto schneller reißt´s.

Die Ursache für die Entstehen der lästigen Streifen ist eigentlich eine positive: Ein straffes Bindegewebe! Durch die schnelle Zunahme an Bauchumfang kann die Haut sich nicht schnell genug dehnen und reißt in der Unterhaut ein. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle. Wer viel Sport treibt, neigt im Übrigen weniger zu Dehnungsstreifen. Schwimmen ist deshalb in der Schwangerschaft sehr empfehlenswert.

Zupfen hilft – aber nicht im letzten Drittel

Wer früh in der Schwangerschaft beginnt, sollte eine Kombination aus Pflege und Massage wählen. Körperöle mit Mandel- oder Jojobaöl machen die Haut weicher und elastischer und stellen sie auf die bevorstehende Dehnung ein. Wer dann noch eine sogenannte Zupfmassage anwendet, erhöht die Effektivität der Öle. Dafür wird die Haut mit zwei Fingern leicht zusammengedrückt, nach oben gezogen und dann wieder losgelassen. Im Letzten Schwangerschaftsdrittel sollte darauf allerdings verzichtet werden, da die Zupfmassage Wehen auslösen kann. Auch eine Bürstenmassage ist möglich.

Auf die Inhaltsstoffe achten!

Bei der Auswahl der Produkte solltet Ihr genau hinschauen. Duftstoffe, Paraffine, Silikone, Formaldehyd und Formaldehydabspalter sollten nicht enthalten sein. Eine Beduftung mit ätherischen Ölen ist hingegen erlaubt. Übrigens gilt hier der Segen der späten Geburt: Je jünger Schwangere sind, desto fester und straffer ist das Bindegewebe und desto eher treten Schwangerschaftsstreifen auf.

Trotz allen Meckerns über Dehnungsstreifen: Habt Ihr schonmal ein weibliches Geschöpf kennengelernt, das sich dadurch vom Kinderwunsch ablenken ließ? Fazit: Alles halb so wild!

Eure Jenny