Archiv
» Jovoy Gardez moi: Neu ab 2013
geschrieben am: 3. Mai 2013Vielleicht fällt Euch eine gute und sinnvolle Interpretation für den Namens des neuen Parfüms Jovoy Gardez moi ein. Mir nämlich nicht. Jovoy Gardez moi bedeutet nach längerer Recherche – so schlau bin ich bereits – soviel wie „Halten Sie mich“. Mh, nur wer soll hier wen halten? Der Koriander den schwarzen Pfeffer? Oder die weiße Lilie den herrlich duftenden Jasmin in der Herznote? Oder doch der schwere Moschus die zuckersüße Himbeere in der Basis? Ich weiß nicht, was sich Bertrand Duchaufour, der Parfümeur der neuen Duftkreation, gedacht haben mag… Wahrscheinlich war er aber auch gar nicht am Entstehungsprozess des Namens beteiligt.
Das Herz der Gardenie
Denn die kraftvolle und leidenschaftliche Gardenie, die den Mittelpunkt dieses blumigen Damenduftes bildet, versprüht so gar nichts von einer Trägerin, die laut nach einem „halten Sie mich“ schreit. Vielmehr zeigt sich hier ein Parfüm, das vor weiblichem Selbstbewusstsein und Eleganz nur so strotzt. Es ist… Weiterlesen
» ISABEY La Route d´Emeraude
geschrieben am: 7. Januar 2013Ein Smaragd ist etwas ganz besonderes. Er steht für Eleganz und Verführung. Für Stil und Reichtum. Einen der teuersten Edelsteine der Welt können wir uns nun mit Isabey La Route d´Emeraude nach Hause holen. Denn der Duft von Isabey ist inspiriert von Inhaltsstoffen, die sich hauptsächlich um das so genannte Smaragd-Dreieck zwischen Laos, Thailand und Kambodscha finden lassen. Diese Verbindung findet auch im Namen „Emeraude“, was Smaragd oder smaragdgrün bedeutet, seinen Ausdruck. Doch wie duftet etwas, das uns mitnimmt in den mystischen Orient?
Ein Land. Ein Duft.
Der Gedanke an ein bestimmtes Land ist häufig mit einem besonderen Gefühl verbunden. Isabey hat es geschafft, diesem Gefühl in “Isabey La Route d´Emeraude” einen olfaktorischen Ausdruck zu verleihen. Für uns im kalten und ungemütlichen Deutschland riecht der Duft genau so, wie wir uns Thailand – auch ohne jemals dort gewesen zu sein – wohl vorstellen würden: Blumig und blütig, nach Jasmin und… Weiterlesen
» Arquiste Flor y Canto: Opulente Blumenpoesie
geschrieben am: 11. Dezember 2012Carlos Huber hängt an seiner Heimat. Das wird spätestens daran deutlich, dass mit Arquiste Flor y Canto bereits der zweite Duft der neuen Kollektion seinen olfaktorischen Ursprung in Mexiko hat. Doch wie immer bei Arquiste reisen wir wieder in die Vergangenheit. Diesmal geht´s zurück in die Vorgeschichte von Carlos Hubers Geburtsstadt: Mexiko City. Vor über siebenhundert Jahren stand an deren Stelle nämlich nicht die Millionenmetropole von heute, sondern die Stadt Tenochtitlan, Hauptstadt des aztekischen Reiches.
Fesselnd – nicht weichgespült!
Mit Arquiste Flor y Canto erleben wir Tenochtitla im August 1400. Das größte Fest des aztekischen Kalenders wird gefeiert und ein Meer wundervoller Gerüche breitet sich über der Stadt aus. Es ist heiß und trotzdem ist das Land erfüllt von fruchtigen und blumigen Düften. Ich erkenne Magnolie und Plumeria. Ringelblume und mexikanische Tuberose. Überhaupt wird Arquiste Flor y Canto von weißen Blüten bestimmt. Dabei wirkt die Komposition aber keineswegs weichgespült. Nicht… Weiterlesen
» Arquiste Infanta en Flor: Wie duftete der Juni 1660?
geschrieben am: 22. November 2012Keine Frage, Arquiste Fleur de Louis riecht romantisch, ja gar unschuldig. So fruchtig nach einem herrlichen und doch längst vergangenen Sommertag. Und trotzdem gefällt mir Arquiste Infanta en Flor noch ein wenig besser. Zumindest ist es eher nach meinem persönlichen Geschmack.
Wieder sind wir im Juni 1660. Wieder an der französisch-spanischen Grenze, wo Prinzessin Maria Teresia bald ihren schon versprochenen Ehemann, Ludwig XIV, begegnen wird. Doch bei Arquiste Infanta en Flor stehen wir dieses Mal nicht auf der Seite Ludwigs, sondern hinter Maria Teresia. Wir riechen ihre Nervosität, ihre Unschuld, ihre schreiende Furcht, wenn sie von Ludwig zum allerersten Mal angeschaut wird und mit errötender Aufregung zu ihm zurückschaut.
Pudriger Traum aus Orange und Blüten
Weich und delikat riecht Arquiste Infanta en Flor zu Anfang – was übrigens im Spanischen „Blumenprinzessin“ bedeutet. Und so zeigt uns der Name auch schon, dass es sich bei Arquistes neuer Duftkomposition um eine blumige… Weiterlesen
» Arquiste Fleur de Louis: Heirate mich, Maria!
geschrieben am: 13. November 2012Es riecht nach Orangenblüte und Iriswurzeln. Weißes Zedernholz verdichtet die elegante Zurückhaltung, die seit Ewigkeiten in der Luft an der französisch-spanischen Grenze liegt. Es ist Sommer. Genauer Juni. Im Jahre 1660. Mit Arquiste Fleur de Louis taucht Arquiste in das Leben Ludwigs XIV ein und will damit das Flair einer ganzen Epoche in unsere modernen Nasen transportieren. Das holzig-edle Arquiste Fleur de Louis Eau de Parfum fängt den Duft ein, der den späteren Sonnenkönig umgeben haben muss, als er auf den Fasanen-Inseln einen flüchtigen Blick auf seine Braut, Maria Teresia von Spanien, erhaschen will.
Blüten aus dem 17. Jahrhundert
Ein frischer und zugleich wahrhaft romantischer Duft, was sich nicht nur aus der romantischen Inspiration ergibt, die Firmengründer Carlos Huber für Fleur de Louis gehabt haben muss. Das Eau de Parfum mutet sehr französisch an, zugleich wirkt es unglaublich unschuldig. Mit seiner Mischung aus afrikanischer Orangenblüte, Iris, Jasmin und Rose gibt… Weiterlesen
» L’Artisan Séville à L’Aube – Lockstoff für Duft-Junkies
geschrieben am: 3. Juli 2012Liebe Duft-Begeisterte,
heute möchte ich Euch einen neuen Lockstoff (L´Artisan Séville á LÁube) vorstellen, der ab August bei www.meinduft.de erhältlich ist – auch diejenigen unter Euch, die meinen, schon alles zu kennen in der faszinierenden Welt der Düfte, werden begeistert sein! Kein Geringerer als der große Bertrand Duchaufour schuf für L’Artisan Parfumeur ein aufregendes und geheimnisvolles Dufterlebnis namens “L´Artisan Séville à L’Aube“, Sevilla in der Morgendämmerung. Und die Geschichte, die ihn zu seiner jüngsten Kreation inspirierte, liefert er gleich mit: Die Schriftstellerin Denyse Beaulieu regte ihn dazu an, mit ihrer atmosphärisch dichten Beschreibung eines frühen Morgens in Sevilla.
Sie steht unter einem Bitterorangen-Baum, in den Armen eines dunkel gekleideten Spaniers, der noch nicht ihr Liebhaber ist … Gemeinsam genießen sie die Szenerie in der maurischen Altstadt von Sevilla, beobachten, wie sich Geistliche in ihren schwarzen Kutten über einen weiß gekalkten Platz auf die Kirche zu bewegen. Die Luft ist geschwängert… Weiterlesen
» Neue Düfte aus der Modewelt: LM Parfums und Odin
geschrieben am: 13. Juni 2012Liebe Duftfreundinnen und Duftfreunde,
ganz bewusst spreche ich Euch heute sowohl in der weiblichen als auch in der männlichen Form an: Ich möchte Euch ein paar brandaktuelle Unisex-Düfte präsentieren, die ein echter Geheimtipp unter Trendsettern sind und von denen Ihr möglicherweise noch nichts gehört habt bis jetzt. Dann wird es höchste Zeit! LM Parfums und Odin New York sind die Codewörter, mit denen Ihr Einlass erhaltet in die Welt der hippen Fashion Victims und Szenekenner der großen Metropolen …
LM steht für Laurent Mazzone, einen Kenner der internationalen Modeszene, der vor genau zehn Jahren in New York auf die Idee kam, seine Liebe zur Modewelt mit seiner Begeisterung für tolle Düfte zu verbinden. Und so hatte er den Einfall, Duftkerzen zu kreieren, die nicht nur “dufttechnisch” in die Welt der Haute Couture entführen sollten, sondern die auch mit genauso viel Sorgfalt und genauso hochwertigen Inhaltsstoffen hergestellt werden sollten wie edle… Weiterlesen
» Weißes Licht des Südens: Lumière Blanche von Olfactive Studio
geschrieben am: 21. Mai 2012Liebe Parfum-Begeisterte,
heute habe ich wieder einmal einen ganz besonderen Duft-Leckerbissen für Euch aufgetrieben: Lumière Blanche, die jüngste Kreation des Luxuslabels Olfactive Studio. Ihr wisst ja bereits, dass Olfactive Studio für ein extravagantes Konzept der Parfumherstellung steht: Düfte, inspiriert von fotografischen Meisterwerken. Wenn Fotokunst und Parfumkreation eine Allianz eingehen, dann entsteht stets etwas Außergewöhnliches – so auch im Falle von Lumière Blanche, einer Schöpfung der französischen Parfumeurin Sidonie Lancesseur.
Die Pariserin Sidonie, die ihr Handwerkszeug in Grasse bei dem berühmten Parfumeur Michel Armairac lernte, liebt es, klare, puristische Noten mit rassigen Akzenten zu beleben. Als Inspiration können ihr einfache Alltagselemente dienen, wie der Duft einer Zigarre, ein gutes Glas Wein oder auch die spezielle Atmosphäre, die in einem bestimmten Buch dominiert. Diese junge und innovative Parfumeurin ließ sich für Lumière Blanche von einem Werk des italienischen Fotografen Massimo Vitali anregen: Menschen an einer süditalienischen Felsenküste, ganz in gleißendes, weißes Licht… Weiterlesen
» Der Mai ist gekommen … Zeit für Maiglöckchen-Düfte!
geschrieben am: 4. Mai 2012Hallo, Ihr Lieben,
es mag ein wenig zu simpel erscheinen, im Mai ausgerechnet über Maiglöckchen zu schreiben, aber ich liebe diesen Klassiker unter den blumigen Duftnoten. Er erinnert mich an meine Kindheit und an herrlich altmodische Sommerträume, an die weiße Handtasche meiner eleganten Tante Frieda mit ihren parfümierten Spitzentaschentüchern und natürlich an Paris, wo am 1. Mai auf den Straßen Maiglöckchensträuße verkauft werden …
Das Maiglöckchen wurde schon immer mit allerlei Magie und Zauberei in Verbindung gebracht. So gab es zum Beispiel den Aberglauben, dass man die Kühe des Nachbarn verhexen könne, indem man einen Maiglöckchenstrauß auf die Schwelle zum Kuhstall legte. Umgekehrt glaubte man aber auch, dass man Glück und Zufriedenheit anziehen könne, wenn man den Hausaltar mit Maiglöckchenwasser besprengte. Dass Maiglöckchenduft geradezu magische Anziehungskraft verleihen kann, das ist, glaube ich, auch heute unbestritten! Sicher hängt das mit seiner Süße und Wärme zusammen, vielleicht aber auch ein wenig mit… Weiterlesen
» Sei doch keine Mimose …
geschrieben am: 26. März 2012… heißt es ja gern einmal, wenn jemand schnell gekränkt ist oder überempfindlich reagiert. Dabei wissen die meisten gar nicht, warum man ausgerechnet diese hübsche, gelb blühende Pflanze, die ursprünglich aus Südamerika stammt, mit großer Zartheit und Sensibilität in Verbindung bringt. Der Grund sind die auffallenden Bewegungen, die die Mimose bei Berührung, aber auch bei Temperaturschwankungen oder Bodenerschütterungen macht: In Sekundenschnelle fährt sie dann ihre kleinen, fedrigen Blätter ein, zieht sich quasi in sich zusammen, ähnlich einer Schnecke, die sich in ihr Haus verkriecht. Ist der Auslöser des Schreckens verschwunden, werden die Blätter wieder ausgeklappt. Unabhängig davon ist die Pflanze, anders als viele vermuten, als Ganzes recht robust und widerstandsfähig und kann auch in nördlichen Gefilden angesiedelt werden: Sie hält sogar Minusgraden stand.
Warum ich Euch das erzähle? Natürlich hat das wieder einmal etwas mit Düften zu tun, denn die Mimose gehört zu den beliebtesten Duftpflanzen der Parfumeure. Wer einmal… Weiterlesen


•