Kurkuma Latte, Bulletproof Coffee und Cold Brew bekommen im Sommer 2017 mal wieder Gesellschaft. Denn gerade geht ein Hype im Internet um, der das Trendgetränk für diesen Sommer schon zu kennen scheint: Switchel – so der Name des Drinks – wird uns in den heißen Monaten des Jahres überall begleiten, wenn man den vielen Pins und Posts auf Pinterest, Instagram und Co. Glauben schenken darf.

Trendgetränk im Sommer 2017 – der Switchel

Und wie so oft bei solchen Trendgetränken, die scheinbar plötzlich in aller Munde sind (ganz buchstäblich), ist auch der Switchel selbst keine eigentliche Neuheit. Genau wie der Kurkuma Latte (auch oft als Goldene Milch bezeichnet) nur eine Wiederentdeckung uralter ayurvedischer Ingredienzen war, die als Lifestyle-Trend zu uns rüberschwappte, ist der dieses Jahr so angesagte Switchel eigentlich ein alter Hut im neuen Gewand. Es gibt den Drink des Sommers seit vielen Jahren. Allerdings ist er irgendwie in Vergessenheit geraten. Warum, das weiß keiner so genau.

Das steckt im Switchel

Was ist jetzt also eigentlich genau ein Switchel? Der Trend-Drink des Sommers 2017 ist alkoholfrei und wurde schon im 18. Jahrhundert für seine erfrischende Wirkung geschätzt. Das Basic-Rezept besteht aus Wasser, Apfelessig und Ingwer. Gesüßt wird die Mixtur dann mit etwas Honig oder mit veganen Alternativen wie Ahornsirup oder Agavendicksaft. Apfelessig – das mag erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, wenn nicht sogar ekelhaft klingen. Aber ein selbstgemachter Switchel schmeckt tatsächlich überraschend frisch und lecker.

Und wo kommt er eigentlich her, der Trend-Drink des Sommers?

Ursprünglich war der Drink, den wir jetzt als erfrischenden Switchel wiederentdecken, unter Farmern in Nordamerika aufgekommen. Seit dem 18. Jahrhundert nahmen die Bauern das Getränk mit Wasser und Apfelessig mit auf die Arbeit auf den Heufeldern. Die Arbeiter wollten bei der Arbeit zwar keinen Alkohol trinken, wollten aber trotzdem gern ein Getränk haben, das ähnlich wie Alkohol leicht im Hals brennt. Der Switchel war geboren. Damals hatte das Getränk allerdings noch einen anderen Namen: Der Switchel hieß damals Haymakers Punch. Heute sind wir dazu übergegangen, es als Switchy, Swizzle, Switzel oder eben Switchel zu bezeichnen.

Schon jetzt ist der Switchel kaum noch zu bremsen

Auf Food-Blogs, einschlägigen Instagram-Accounts und Pinterest-Boards schlägt Switchel gerade ein wie eine Bombe. Die Zahl der Posts steigt explosionsartig. Und wie es sich für ein anständiges Trendgetränk gehört, soll auch hier eine phänomenale Wirkung auf die Gesundheit im Glas stecken. Entzündungen und Hautunreinheiten sollen angeblich mit dem Switchel in den Griff bekommen werden, das Immunsystem soll gestärkt werden, der Magen wird beruhigt, der Elektrolythaushalt regeneriert. Soweit das Urteil verschiedener Ernährungsexperten. Ob der Switchel nun das Zeug hat, Kombucha als Trend-Gesundheitsdrink abzulösen, wird sich zeigen.

Wird Switchel der neue Kombucha? – Lecker und gesund

Die positive Wirkung auf die Gesundheit von Ingwer ist natürlich schon lange bekannt. Als natürlicher Entzündungshemmer hilft er uns ja auch bei Erkältungen und Co. Und ein Nebeneffekt dieser anti-inflammatorischen Wirkung kann dabei womöglich auch die Verbesserung des unreinen Hautbildes bei dem einen oder anderen sein. Ingwer ist ein toller Boost fürs Immunsystem – er hilft dem Körper beim Abwehren von Infekten. Die vielseitige Wurzel hilft auch beim Entgiften des Körpers. Aufgeblähtheit, Wassereinlagerungen und Co. können mit Hilfe von Ingwer abgebaut werden.

Auch die Elektrolyt-Werte können durch den hohen Kaliumgehalt von Apfelessig und Ahornsirup wieder aufgefüllt werden. Zudem kann sich der Apfelessig, in kleinen Dosen genossen, positiv auf den pH-Wert im Körper auswirken und die heilsamen Inhaltsstoffe wie Kalium, Magnesium und probiotische Komponenten tragen zur Gesundheit bei. Auch Ahornsirup als Alternative zum raffinierten Zucker hat es in sich. Er lässt den Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigen wie gewöhnlicher Zucker und enthält zudem Spuren von Antioxidantien und anderen Mineralien, die im Zucker fehlen. Da er direkt vom Baum gewonnen wird, ist Ahornsirup eine natürlichere Alternative zum normalen weißen Raffinade-Zucker.

Das Switchel Rezept – die Basics: So mixt ihr euren eigenen Switchel

Das sind die Zutaten – das Grundrezept ist übrigens von einem gewissen Dr. Axe, einem der vokalsten Proponenten des neuen Hypes, der die vielen gesundheitlichen Vorteile vom Switchel anpreist.

1 Tasse Ingwer (geschält und zerkleinert)

½ Tasse Ahornsirup, Honig oder Agavendicksaft

½ Tasse Apfelessig

⅔ Tasse Zitronensaft

5-6 Tassen Wasser

Zunächst wird das Wasser samt Ingwer erhitzt. Ein bis zwei Minuten lang kochen lassen und dann eine halbe Stunde ziehen lassen. Derweil kann der Essig gemeinsam mit dem Zitronensaft und dem Ahornsirup schon mal in einer Karaffe verrührt werden. Als letztes wird dann das Ingwer-Wasser dazugegossen, am besten durch ein Sieb, um die Stücke herauszufiltern. Jetzt die Switchel-Mischung nur noch mal umrühren, und dann seid ihr auch schon fertig. Für die ultimative Erfrischung fehlen nur noch die Eiswürfel. Prost!

Switchel Rezept mit Gin

Hier braucht man nicht viel zu schreiben. Alle, die gern doch einen kleinen “Schuss” in ihren erfrischenden Switchel mischen möchten, geben zum Grundrezept einfach nach Belieben Gin hinzu. Schmeckt wunderbar und ist gerade an lauen Sommerabenden bestimmt ein Volltreffer. Auch andere Rezept-Varianten des Switchel haben sich bereits entwickelt. So mögen manche den Trenddrink mit Erdbeeren oder frischer Minze oder Rosmarin. Erlaubt ist hier natürlich, was gefällt. So ist für jeden die passende Switchel-Variation dabei. Probiert es aus! Vielleicht hat der Drink ja wirklich das Zeug dazu, unser liebster Erfrischer in diesem Sommer zu werden!

 

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